DAMPFGAREN

DIE MODERNE ART, SCHNELL & GESUND ZU KOCHEN

Mehr Nährstoffe, mehr Geschmack

Garen mit heißem Dampf – das Prinzip kannten bereits die alten Chinesen. Heute erlebt diese Garmethode einen richtigen Aufschwung. Im Dampf garen Lebensmittel extrem schonend. Viele wertvolle Inhaltsstoffe werden dabei beibehalten.

Beim Dampfgaren liegen die Lebensmittel auf einem durchlässigen Einsatz. Der aufsteigende Wasserdampf umgibt die Zutaten von allen Seiten und garantiert, dass alles schön saftig, knackig und aromatisch bleibt. Je nach verwendetem Küchenutensil geht das Garen so schnell, dass Sie viel Energie sparen.

Garen im Dampf gelingt immer und eignet sich für alles, was nicht scharf angebraten werden muss. Nichts brennt an oder trocknet aus. Fisch und Fleisch behalten viel von ihrem Eigengeschmack, Gemüse bleibt knackig und die Farben leuchten. Beim Dampfgaren laugen die Lebensmittel nicht aus. Aromastoffe, Vitamine und Mineralstoffe werden nicht wie beim Kochen ausgeschwemmt. Gedämpftes Gemüse braucht im Gegensatz zu gekochtem weniger bis gar kein Fett oder Salz als Geschmacksträger. Für ein kräftigeres Aroma geben Sie zum Beispiel Brühe oder Wein ins Wasser.

Probieren Sie es einfach mal mit einem normalen Kochtopf und einem Dämpfeinsatz aus. Dann können Sie immer noch entscheiden, ob sie künftig einen Schnellkochtopf oder gar einen Aroma-Dampfgarer kaufen wollen.

Das Grundprinzip des Dampfgarens

Egal, mit welchem Gerät gedämpft wird – das physikalische Prinzip ist immer gleich und bestechend einfach: Die Zutaten werden in ein Sieb, in einen Garbehälter oder in einen Dämpfaufsatz gegeben. In einem Topf oder Behälter darunter wird Wasser erhitzt. Das beginnt bei etwa 100 °C zu sieden und verändert seinen Aggregatzustand – es wird zu Dampf. Er steigt nach oben. Innerhalb kürzester Zeit umgibt ein heißes Wasserdampf-Luft-Gemisch das Lebensmittel von allen Seiten und sorgt dafür, dass es gleichmäßig gar wird. Da heißer Wasserdampf seine Hitze effektiver an die Lebensmittel überträgt als trockene Luft, geht das Garen besonders schnell.

Für Einsteiger: faltbarer Dämpfeinsatz oder Dampfaufsatz

Ein universeller, faltbarer Dämpfeinsatz aus Edelstahl bietet einen günstigen Einstieg ins Dampfgaren. Der fächerartige Einsatz passt sich an Töpfe unterschiedlicher Größe an.

Der feste Dämpfaufsatz bietet im Vergleich zum Falteinsatz ein größeres Volumen und wird auf einen Topf in passender Größe aufgesetzt. Er ist stabil, und bewährt sich schon bei Gelegenheitsdämpfern.

Der einzige Nachteil ist hier, dass man immer nur eine Zutat garen kann, für ganze Menüs eignet er sich nicht.

Passgenau und zuverlässig: geschlossene Dampfgar-Systeme

Als Weiterentwicklung der universellen Einsätze gibt es topf- und bräterartige Systeme zum Dampfgaren. Die Einsätze sind genau an den jeweiligen Topf bzw. Bräter angepasst. Diese sind mit Füßen versehen, sodass die Lebensmittel nicht mit Wasser in Kontakt kommen. Die Systeme sind zwar etwas kostenintensiver, allerdings schließt der Deckel so dicht ab, dass der Wasserdampf komplett im Topf bleibt. Natürlich können sie neben dem Dampfgaren auch wie ein normaler Topf oder Bräter genutzt werden.

Die topfartigen Systeme eignen sich perfekt für kleine Portionen. Den Vitalis Aroma-Dampfarer von WMF gibt es mittlerweile aber auch in verschieden Größen. Damit sich die Aromen nicht untereinander mischen gibt es Stege, die die Zutaten voneinander trennen. Sie können einen kompletten Hauptgang oder mehrer Beilagen gleichzeitig garen. Keine Angst, Ihr Gemüse schmeckt deshalb nicht nach Fisch. Dampf überträgt keinen Geschmack.

Für Eilige: Dampfgaren mit dem Schnellkochtopf

Wer das Dampfgaren einmal als Zubereitungsmethode für sich entdeckt hat, wird früher oder später über die Anschaffung eines Schnellkochtopfs nachdenken. Darin werden die Zutaten unter Überdruck bei 105 °C bis etwa 120 °C gegart.

Eine besondere Form des Dampfgarens bietet ein Schnellkochtopf. Durch den Druck innerhalb des Topfes werden höhere Temperaturen erreicht als beim herkömmlichen Dämpfen im Topf. So wird mehr Energie an die Lebensmittel abgegeben und sie sind schneller gar. Durch das Garen ohne Sauerstoff bleiben zusätzlich noch mehr Vitamine erhalten. Der Schnellkochtopf ermöglicht somit besonders schnelles und vitaminschonendes Zubereiten. Anders als im Kochtopf kann der Dämpfvorgang im Schnellkochtopf nicht mal eben unterbrochen werden. Für Anfänger ist das gewöhnungsbedürftig.

Naturbelassen: Garen im Tontopf

Auch in Tontöpfen wie dem Römertopf wird im Dampf gegart. Der Topf wird vor Gebrauch gewässert und samt Inhalt in den heißen Backofen gestellt, so entwickelt sich der Wasserdampf im Topf. Durch die natürlichen Materialeigenschaften des Tons gelingt es ganz einfach, Fleisch oder Gemüse besonders zart und aromatisch zuzubereiten.

2019-01-18T21:33:00+01:0014. Juni 2018|Kochen|